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Nadine Golomb

Was wollen wir eigentlich?

Einfache Frage, oder?
Aber nur, bis man anfängt, darüber nachzudenken.
Das geht zumindest mir so.
Selbst bei der Formulierung habe ich schon überlegt.
Zuerst wollte ich schreiben „Was wollt IHR eigentlich?“.
Das klingt in meinen Ohren allerdings ziemlich unfreundlich. Negativ, genervt.
Und es stimmt auch nicht. Nicht nur ihr solltet wissen, was ihr wollt. Auch ich sollte es wissen.
Und darüber denke ich schon seit ein paar Tagen nach.

Es fällt mir leichter, die Frage zu beantworten, wenn ich frage: Was wünsche ich mir?
Die Antwort soll möglichst materielle Dinge außen vor lassen.
Und auch grundlegende, wichtige Dinge wie z.B. Gesundheit möchte ich hier jetzt mal außen vor lassen. Vielleicht ist der Wunsch der „Gesundheit“ auch zu groß für das kleine Kästchen, das ich in Gedanken gerade mit Wünschen füllen möchte.

Also: Kleine Wünsche vor!
Ich wünsche mir mehr Ruhe – innerlich und äußerlich. Zur Ruhe kommen können, damit sich neue Ideen, neue Pläne entwickeln können.
Aber auch Ruhe und Stille, wenn ich mit Cap draußen bin.
Ich arbeite daran, diese Wünsche zu erfüllen.
Denn das ist etwas, was bei diesen kleinen Wünschen möglich ist: Ich kann sie mir selbst erfüllen, sie mit meinen eigenen Mitteln möglich machen.
Irgendwann stoße ich aber dennoch an Grenzen.
So lerne ich, die wenigen ruhigen Minuten zu nutzen, die sich zwischendurch bieten.

Überhaupt ist es so, dass Veränderung stets bei uns selbst beginnt.
Vor vielen Jahren las ich an der Wand einer Tumor-Klinik folgendes Zitat:
Wenn du dein Schicksal nicht ändern kannst, ändere Deine Einstellung.

Das lässt sich auf so unglaublich Vieles übertragen!

Erkennen wir, was uns stört, dann finden wir auch Möglichkeiten, es besser werden zu lassen.
Nervt mich das drumherum hier ums Haus, weil es mal wieder laut ist – dann packe ich meinen Hund uns fahre raus in die Natur.

Nervt es mich, dass ich in die Natur „fahren“ muss, statt sie fußläufig vor der Tür zu haben, schaue ich mich nach einer neuen Bleibe um.
Manchmal hilft das Suchen und Tagträumen schon.
Und die Aussicht und Hoffnung darauf, etwas Ruhiges zu finden.

Aber sind wir mal ehrlich:
Es gibt vieles andere in unserem Leben, dass Unruhe in unser Dasein bringt.
Mich persönlich ärgern vor allem zwei Dinge:
Oberflächlichkeit und Menschen, die nur negative Dinge äußern.
Nun ist mir in letzter Zeit besonders aufgefallen, dass Social Media – und ja: Insbesondere Facebook! – einen guten Nährboden dafür bieten.
Ich bin hingegangen und habe Seiten und Personen, die in diese Kategorien gehören, gezielt deabonniert und den Fokus mehr und mehr auf Positives gelegt (Ich muss gerade Schmunzeln: Den Fokus auf etwas Positives legen – wie in der Fotografie 😉).
Leider macht Facebook mir da regelmäßig einen Strich durch die Rechnung.
Ich bin mit vielen Menschen verbunden, die ich persönlich kennen.
Und Facebook ist heute nunmal ein Kanal, über den man von ihren Sorgen, Problemen aber auch erfreulichen Tatsachen erfährt.
Ich gehörte auch zu denen, die in den Facebook-Einstellungen immer wieder eingestellt haben, dass sie die neuesten Meldungen zuerst lesen wollen. Und nicht die relevantesten. Als wenn ich Facebook die Entscheidung überlasse, was für mich relevant ist ….
Und was passiert? Die Funktion verschwindet.
Gut, nun kann ich bestimmte Seiten und Personen „favorisiert“ angezeigt bekommen. Und andere deabonnieren.
Kann man machen. Ist aber Mist.
Ich war selbst schonmal in der Situation, in der ich – mal eben über Facebook – einen kleinen Hilferuf an alle in meiner Nähe absetzen musste, weil ich mein Portemonnaie Zuhause vergessen hatte und ohne Geld mit meinem Auto auf einem Parkplatz festsaß und den Parkautomaten nicht füttern konnte. Zum Glück kam Hilfe über facebook. Aer auch persönlich, direkt vor Ort – und das sogar noch schneller.
Werden mir nur relevante Dinge angezeigt, sehe ich vielleicht nicht, wenn gerade etwas Dringendes ist. Oder jemand ein Problem hat, das ihn gerade belastet. Oder ein Freund sich gerade von Herzen über etwas freut.

Da Facebook mir diese Möglichkeit genommen hat, frage ich mich: Warum soll ich es weiter intensiv nutzen?

Ich wünsche mir also etwas mehr Ruhe in Folge sorfältigerer Kommunikation.
Bewusst schreibe ich hier einen Blogartikel, weil ich hoffe, dass ihr euch in Ruhe Zeit nehmt, ihn zu lesen. Ohne Facebook. Einfach, wenn euch danach ist, in meinem Blog.
Er verschwindet nicht innerhalb weniger Stunden oder gar Minuten unter zigtausend anderen Beiträgen, wer sich wann wo nackig gemacht hat oder wer wann und wo was gegessen hat. Er bleibt hier. in meinem Blog.

Vielleicht fragt sucht ihr nun nach einer Möglichkeit, regelmäßig von Neuigkeiten in meinem Blog zu erfahren?
Ich habe auch gesucht. Weil es mehrere Blogs gibt, in denen ich gerne lese, wollte ich eine zentrale Anzeige, in der mir gezeigt, welcher Blog etwas veröffentlich.
Ich bin dabei auf mehrere Feed-Reader gestoßen.
Momentan nutze ich am Smartphone den gReader.
Wenn ich nun Neuigkeiten lesen mag, die MICH interessieren, dann lese ich hier.
Und ich werde meine Zeit bei Facebook radikal reduzieren.

Natürlich werde ich weiterhin Bilder & andere Arbeiten bei Facebook veröffentlichen.
Aber hier wird der Fokus auf meiner Unternehmensseite liegen (www.facebook.com/tierfotografie)

Weniger „jeden Pups“ bei Facebook wahrnehmen, lesen und womöglich kommentieren.
Focus on what’s important!

Ich ärgere mich nur. Ärgere mich über die „Trolle“, die mit provokanten Kommentaren Aufmerksamkeit bekommen wollen. Ich bin traurig darüber, wie zum Teil bei Facebook aufeinander eingeschlagen und herumgehackt wird.

Lasst uns doch bitte den Fokus wieder auf die wichtigen, schönen Dinge des Lebens legen!

Ich freue mich also, wenn Ihr neinen Blog lest – und (insbesondere wenn wir uns gut kennen) freue mich, wenn ihr euch einfach persönlich meldet!

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2 Kommentare

  1. Uwe M.

    Warum soll ich facebook weiter intensiv nutzen, diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Meine Antwort ist, ich werde es weiter nutzen, aber nicht mehr intensiv und überwiegend in Bezug auf meine Fotoseite dort. Meine Erfahrung mit facebook ist ähnlich oder gleich der Deinen. Gebe ich konstruktive Kritik, werde ich als Besserwisser dargestellt. Gut, ich weiß manches besser, darum wäre es ja nicht arg, Besserwisser genannt zu werden. Wenn die Bezeichnung in unserer Gesellschaft nicht negativ besetzt wäre. Oder mir wird vorgeworfen, ich wolle ja nur meine Workshops verkaufen. Also erspare ich mir doch lieber so manches und poste aktuelles rund um meine Fotografie und teile es in der einen oder anderen Gruppe. Aber dieses Teilen kann man leider nicht timen und man muss es manuell machen. Da ist es dann echt schwierig den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Und selbst wenn, verschwindet der eigene Beitrag binnen kürzester Zeit im Bodensatz. Man ist also wie in der Werbung gezwungen, durch stetiges Wiederholen in das Bewußtsein der Angesprochenen zu gelangen. Und das macht sehr viel Mühe und kostet Zeit. Und da stellt sich die Frage nach dem Nutzen. Ist es sinnvoll, so viel Zeit zu investieren, in der ich ja nichts anderes machen kann? So lange wir mit unseren Angeboten nicht so viel Geld verdienen, dass wir es outsourcen können, bietet und facebook eine kostenlose Möglichkeit, bekannt zu sein und es zu bleiben.
    Solange es facebook gibt, werde ich dabei sein. Was das Thema der Filterung durch facebook angeht, habe ich für mich die Lösung, dass ich gezielt in die Gruppen schaue, die mich interessieren. Das gilt auch für die Fanpages. Und ich nutze die Möglichkeit der Listen. Die normale von facebook vorgegebene Timeline überfliege ich immer mal wieder.

    Facebook vergleiche ich manchmal mit einer riesigen Müllhalde. Und was facebook uns nicht als wertvoll herausfiltert, müssen wir uns selbst suchen. Darum verfolge ich nur wenige persönliche Profile. Auch auf die Gefahr hin, dass man mir vorwirft, ich sei nicht interessiert oder hätte keine Empathie. Ich wünsche mir auch, die Konzentration auf das Wesentliche von allen Beteiligten.

    Vielen Dank für Deinen lesenswerten Beitrag, auf den ich gerne geantwortet habe.

    Antworten
    1. Nadine (Beitrag Autor)

      Uwe, ich danke dir für deinen Kommentar!
      Es tut so gut zu lesen, dass ich mit meinem Empfinden nicht allein bin.
      Das gibt Hoffnung!

      Antworten

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