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Nadine Golomb

Von Dackeln und Kaninchen …

Kaninchen. Also Wildkaninchen. Das sind diese niedlichen kleinen Geschöpfe, die man dann und wann mal auf einer Wiese hocken sieht während sie, scheinbar glücklich mit sich und Welt,  vom frischen Grün knappern.
Sie sind ja auch niedlich. Puschelig, und lustig anzusehen.
Fand ich jedenfalls. Früher.
Okay, niedlich finde ich sie noch immer.
Aber inzwischen hat sich mein Leben geändert: Ich habe einen Dackel an der Leine.
Der Dackel findet die „Häschen“ auch toll.
Ob „toll“ bei ihm nun süß, niedlich, puschelig oder einfach nur lecker bedeutet, weiß ich nicht. Daher bleibe ich mal bei: Er findet sie toll.
Wo ich früher an einer Wiese langgehen und denken konnte: Oh, Kaninchen! Wie süß!, denke ich heute: Eine Wiese? Sind dort Kaninchen? Die sollen mal schnell weghoppeln.
Warum? Der Dackel läuft gern ohne Leine. Und ich liebe den Dackel. Drum darf er das.
Zu 99% hört er auch, wenn ich ihn rufe.
Das eine Prozent sind Kaninchen.
Vor allem, wenn sie weghoppeln.
Und der Dackel ist schnell. Verdammt schnell.
Also laufe ich schonmal etwas „lauter“ an Kaninchen-Wiesen vorbei. Händeklatschen, pfeifend – damit die Kaninchen sich schonmal davon machen, bevor der Dackel sie sieht.
Klappt auch meistens. Hier bei uns – in der Nähe von Feldern und Wäldern. Kaninchen sind meist vorsichtig.
Natürlich gibt es auch die Selbstmörderkaninchen. Oder die dummen Kaninchen. Oder die: „Hey, ich bin doch eh schneller als der Dackel“-Kaninchen.
Ich arbeite an der Rückrufbarkeit des Dackels. Aber „unter Reizen“ funktioniert der Rückruf nunmal schwieriger. Aber hey: Wir arbeiten dran. Und mittlerweile kann ich sowohl Dackel als auch Kaninchen einschätzen.
Nur schade, dass der Dackel mittlerweile erkannt hat: Hey – wenn die klatzscht, sind da bestimmt irgendwo Kaninchen!
Aber: Andere Orte, andere Kaninchen.
Großstadtkaninchen z.B. – die Lachen dich (samt Dackel) einfach nur aus.
Okay, fremde Gegend, Straßen & Autos . Dackel an der Leine.
Dabei biegen wir in einen kleinen Weg ein. Mittendrauf: Ein Kaninchen.
Ich in Erwartung: Das Tier ergreift gleich die Flucht.
Nix. Es wartete gespannt, bis wir näher kamen. Der Dackel schon: Hey, cool! Kaninchen!
Da es nicht aufgeschreckt loshoppelte, war seine Reizschwelle noch nicht überschritten.
Merke das Kaninchen wohl auch.
Also: Hackengas. 10 Meter weit – ums Eck.
Der Dackel: Hey, cool – endlich Action.
Ich mal wieder froh, nur 7 kg an der Leine zu haben.
Und dem Dackel gesagt: Ist weg! Ninchen ist weg.
Der Dackel: Nee, ist es nicht.
Stimmt. Ninchen saß am Wegrand und schaute uns vorwitzig an. Der Dackel hatte sein Gewicht inzwischen gefühlsmäßig verdoppelt.
Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, dem Dackel zu erlauben, dem vorwitzigen Kaninchen zu zeigen was eine Harke ist.
Kaninchen hat’s wohl gemerkt. Und war wech 😀
Passiert ist diese Episode im letzten Jahr.
Heute hat der Dackel an lockerer Schleppleine das Kaninchen vorbeihoppeln lassen.
Der Dackel bebte zwar vor Spannung, hat aber auf mein ruhiges „Neeeeeein“ gehört.
Aber er bebte. Und bebte. Aber er blieb bei mir.
Ich war dennoch froh über die Schleppleine.
Und habe den Dackel ganz doll mit Keksen belohnt.

Impulskontrolle – wir finden zueinander 😉

Und im Juni sind wir beim Stop- und Abrufseminar der Pfotenakademie.
Ich werde berichten 🙂

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