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Nadine Golomb

Pepsi – Wenn Liebe greifbar wird …

Während ich beginne , diesen Blogbeitrag zu verfassen merke ich es schon: Das wird emotional. Dabei mache ich mir gleichzeitig auch Gedanken, ob ihr soetwas lesen wollt … Also ob es euch gefällt. Aber ich denke, ich versuche es einfach.
Mir selbst gehen bezüglich dieser Situation einige Gedanken und Emotionen durch Kopf und Körper, die ich hiermit auch mal sortieren mag.

Aber gut – genug erklärt!

Ihr kennt PEPSI? Also ich meine jetzt die Bernerhündin, die ich 2014 das erste Mal vor der Kamera hatte.
Da entstand u.a. das Bild, auf dem sie in die Sonne springt.

Seit dem besuchten mich Pepsi und ihr Frauchen Tina regelmäßig.
Im Sommer 2016 ging es – mit Bikini-Frisur ;)) – ins Wasser.
Eigentlich sollte ein paar Monate später nochmal ein Herbst Shooting folgen.
Eigentlich.
Denn Pepsi wurde schwer krank.

Fast ein Jahr zog sich ihre Leidensgeschichte hin.

Vor zwei Wochen besuchten meine Kamera, Cap und ich Pepsi und Tina.
Wir zogen los für ein erstes, kleines Fotoshooting.
Und in der Pause vor der zweiten Shootingeinheit erfuhr ich in allen Details, was Tina mir vorher nur kurz umrissen hatte.

Ich will euch gar nicht die medizinischen Details berichten – die kann ich sowieso nicht fachlich korrekt genug wiedergeben.
Aber wovon ich berichten möchte, ist die Liebe, die Tina und ihr Mann Jörn ihrem Hund entgegenbringen.
Ich habe diese Liebe vorher bei unseren Shootings schon erleben dürfen. Hier war es Liebe in glücklichen Zeiten.
Aber hier zu erleben, wie die Liebe noch deutlicher sichtbar wird, wenn die Zeiten alles andere als glücklich, das hat mein Herz berührt.

Zu hören, was Tina und Jörn alles für ihre geliebte Hündin getan haben, ließ mir teils vor Staunen und Hochachtung den Mund offen stehen.
Meinen imaginären Hut habe ich mehrfach während Tinas Erzählungen gezogen.

Ich liebe Cap sehr. Und auch ihr liebt eure Fellnasen – das weiß ich.
Und ich wünsche mir, dass auch ich in schlechten Zeiten so sehr für meinen Hund kämpfen kann, wie Tina und Jörn es getan haben.

Ich kann es nur kurz umreißen, weil ich auch keine zu persönlichen Details hier veröffentlichen möchte.
Die Tatsache, dass die beiden ohne mit der Wimper zu zucken ihren Urlaub absagen, ist für beide selbstverständlich.
Darüberhinaus wurde die Wohnsituation umgekrempelt, damit Pepsi nachts schneller nach draußen kommt, wenn ihr übel wird oder sie sich lösen muss. Wie Tinas Nachtlager in den Wochen aussah, als es Pepsi extrem schlecht ging, könnt ihr euch nicht vorstellen.
Alles für den Dackel – äh Berner.

Der Druck von Außen „Warum schläfert ihr den Hund nicht ein? Das ist doch kein Zustand!“ … Das war hart. Und oft kamen sie ins Zweifeln.
Ich habe mit Tina auf dem Teppich gesessen, Cap und Pepsi mit uns, und sie sagte: „Ich habe in ihre Augen gesehen. Und ich wußte, sie will leben.“
Dabei habe ich Videos von Pepsi gesehen. Körperlich war sie nahezu am Ende. Aber ihr Blick. Der sagte immer: „Ich will noch!“ Pepsi war maximal frustriert, weil der Körper nicht so wollte wie sie. Aber niemals hat sie aufgegeben. Niemals.

Dann mussten Tina und Jörn ständig entscheiden:
Suchen wir nochmal einen anderen Facharzt auf? Muten wir Pepsi eine Autofahrt von mehren Hundert Kilometern zu? Lassen wir sie für ein MRT nochmal in Narkose legen? Lohnt es sich, ihr die Angst und den Stress einer weiteren Untersuchung zuzumuten, weil wir ihr mit den Ergebnissen helfen können?

Nebenbei wurden Freunde und Familie ins Boot geholt – den trotz Vollzeit-Berufstätigkeit sollte Pepsi nie alleine sein.
Dann wurde der Job reduziert – um für Pepsi da zu sein.

Und warum das Ganze?
Aus purer, echter Liebe.
Jeder Hund sollte solche Menschen haben!
Mit so viel Herz, alles zu tun.
So viel Verstand, das Richtige zu tun.
Und so wenig Egosimus, immer im Sinne des Hundes zu entscheiden.

Danke, dass ich das erleben darf und durfte.

Wie es Pepsi heute geht?
Schaut selbst.
Sie ist vielleicht körperlich nicht mehr die Alte.
Aber ihr Geist ist wach, sie hat Lebensfreude.
Sie liebt und lebt.
Sie läuft und spielt, tobt und zergelt mit meinem Cap.
Kann es schöner sein?

 

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