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Nadine Golomb

Gedanken fahren Karussell – und mausern sich zu Sorgen ….

Cap. Er liegt unter meinem Schreibtisch auf seiner Decke und schläft. Ganz friedlich.
Vermutlich träumt er gerade etwas Schönes.
Ich beneide ihn. Nein, nicht weil er schläft und ich am Schreibtisch sitze.
Ich beneide ihn, weil er sich keine Gedanken macht um Dinge, die – irgendwie bedrohlich – in der Zukunft auf ihn und mich warten.

Das, worüber ich mir gerade Sorgen machen, mag vielleicht dem ein oder anderen unwichtig vorkommen.
Aber mir kreist es doch arg im Kopf herum.
Morgen früh muss Cap zum Tierarzt und in Narkose gelegt werden – leider sind zwei Milchzähne nicht von allein ausgefallen und nehmen den neuen Zähnen den Platz weg. Und weil es genau die beiden oberen Reißzähne sind, wäre es fatal, wenn die neue Zähne schief wachsen.
Ich mache mir Sorgen um ihn. Mache mir Sorgen, dass er die Narkose nicht verträgt.

Und ich habe bereits jetzt ein schlechtes Gewissen, ihn allein in der Praxis zurückzulassen. Noch nie habe ich ihn bei Fremden allein gelassen.
Wie gern würde ich die Zeit jetzt einfach um 24 Stunden vordrehen – dann hätte er es bereits hinter sich und ich ihn schon wieder bei mir.

Ich sage mir, dass alles gut gehen wird. Einen Weg daran vorbei gibt es nicht.

Lasse ich die Zähne nicht entfernen kann es sein, dass er sein Leben lang Probleme haben wird – er beißt sich ständig in den Unterkiefer, hat Schmerzen.
Deshalb mache ich es – weil ich nur das Beste für ihn will.
Wird er mich morgen früh dafür hassen, weil ich ihn beim Tierarzt lasse?
Falls er das tut, hoffe ich, dass er mir schnell wieder verzeiht …

Meine Gedanken fahren ja mit Vorliebe Karussell – und dabei auch sehr gerne Achterbahn.
Was ist dann, wenn das und wenn das?
Die Gedanken vervielfältigen sich – jedenfalls diese „was ist, wenn“-Gedanken.
Und sie nehmen mir den Platz in meinem Geist, den ich für Kreativität brauche.

Als ich vorhin mit Cap draußen war, habe ich mal wieder gedacht: Kreativität braucht Platz – und wenn Platz da ist, kommt meine Kreativität von ganz alleine. Platz. Das bedeutet wir mich: Weite, Ruhe, Stille – etwas das sich füllen lässt. Kreativität ist manchmal auch schüchtern – und kommt nur hervor, wenn es ruhig ist. Und man sie nicht zwingt.
Und wiederum an anderen Tagen – da bricht sie aus wie ein wildes Tier.
Völlig unberechenbar diese Kreativität 😀
So, wie jetzt gerade … Ich habe einfach nur meine Gedanken ein bisschen gelenkt – indem ich sie aufgeschrieben habe.

Jetzt sind meine Sorgen um Cap, die rational betrachtet wahrscheinlich völlig unbegründet sind, in eine kleine Ecke meiner Gedanken gewandert.
Aber wer denkt schon rational, wenn es um das Lebewesen geht, das man von Herzen liebt?

 

NACHTRAG:
Er hat alles super überstanden. Vielleicht habt ihr die Steine poltern hören, die mir vom Herzen gefallen sind 😉

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2 Kommentare

  1. Birgit Druschke

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, aber wenn Du Deinem Tierarzt vertraust wird alles gut. LG Birgit Druschke

    1. Nadine (Beitrag Autor)

      Dankeschön, liebe Birgit!

Kommentare sind geschlossen.