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Nadine Golomb

Einfach nur Fotos?

Vor ein paar Tagen hatte ich (mal wieder) eine E-Mail in meinem Postfach, dass man auf der Suche sei nach einem „zuverlässigen Partner der professionelle Tierfotografie anbietet“.Der Absender: Ein Online-Geschenke-Portal.

Vor zwei oder drei Jahren hatte ich schonmal Kontakt mit diesem Anbieter – und habe mich nach langem Hin- und Herüberlegen dagegen entschieden, mich auf deren Portal listen zu lassen.
Es wäre bestimmt eine gute Möglichkeit gewesen, Geld zu verdienen. Das hat mich gereizt – ja. Denn ein gewisses Grundeinkommen brauchen wir alle zum leben.
Mein Herz und mein Bauch haben aber damals beide gesagt: Lass es.
Der Kopf kam immer wieder mit dem Geld-verdienen-Argument
Im Zweifel höre ich aber immer auf mein Gefühl.

Nun – nachdem etwas Zeit vergangen ist, musste ich bei der E-Mail gar nicht mehr überlegen.
Nein. Punkt. (Ein gutes Beispiel, dass „nein“ ein ganzer Satz sein kann ;))

Vielleicht fragt ihr euch nun, warum ich mich so eindeutig dagegen entschieden habe.

Es gibt viele Menschen mit einer (guten) Kamera, die sich der Tierfotografie widmen.
Einige gute, einige schlechte. Mittelmäßige – und richtig gute Fotografen.
Einige, die es kostenlos machen. Andere, die es für ein Taschengeld machen. Günstige Preise, der Qualität entsprechende Preise und überteuerte Preise. Hier entscheidet oft ihr Tierbesitzer als Kunden, wer in welche Kategorie fällt (vor allem bei denen, die sich nicht von jedem gleich einordnen lassen).
Es gibt Fotografen (der Einfachheit halber bleibe ich mal bei diesem Wort), die leben die Fotografie. Sie stecken ihr ganzes Herzblut hinein, ihr ganzes Leben. Stehen morgens um fünf auf, weil dann das Licht am besten ist. Arbeiten Freitagabend bis Sonntagabend durch, weil viele Fotoshootings nur am Wochenende möglich sind (ihr Tierbesitzer habt ja meist auch noch einen Job, der in der Woche stattfindet – auch ihr müsst schließlich für die Versorgung eures Tieres Geld haben – und die Fotografen bezahlen ;)). Oft sind die Fotografen unter der Woche auch noch in anderen Jobs unterwegs.
Und dann gibt es die, die die Fotoshootings nehmen, wie sie kommen. Am Wochenende wird nicht fotografiert. Oder sie haben nicht die Motivation, flexibel für euch zu sein.
Kurzum: Ihr Tierbesitzer sollt euch den Fotografen aussuchen, der euch gefällt.
Katze im Sack kaufen ist doch blöd, oder? (Davon mal abgesehen, dass Katzen nicht in Säcke gehören ;))

Warum sage ich, dass ihr die Katze im Sack kauft?
Das war etwas ein Diskussionsgrund mit dem Ansprechparter des Geschenkeportals.
Ich darf zwar ein paar Fotos zeigen – aber damit ihr auch auf jeden Fall über das Portal bucht, taucht mein Name nirgendwo im Angebot auf.
Ihr könntet mich sonst „ergooglen“.
Die Angebote auf dem Portal sind auf die Region fokussiert.
Ihr wollte etwas verschenken, das örtlich gebunden ist?
Dann müsst ihr nehmen, was es gibt.
Was ist, wenn ihr genau dort jetzt einen Fotografen erwischt, der eure Tiere nicht so darstellt, wie ihr es euch gewünscht hättet?
Ihr habt drei, vier kleine Bildchen, die als Beispielarbeit des Fotografen dienen.
Okay, nett für einen ersten Eindruck.
Aber der Mensch, der sich dahinter verbirgt, der mit seiner Kamera eure Tiere einfängt – der hat auch seine eigene Persönlichkeit.
Hier muss es stimmen. Er muss nicht nur technisch optimale Bilder liefern – er muss auf eure Fellnase eingehen können, er muss die Seele eures Tieres sehen und aufs Foto bannen.
Vielleicht habt ihr Glück, und geratet bei der Buchung über ein Portal an einen Fotografen, der das kann.

Nur: Wäre euch nicht wohler in eurer Haut, wenn ihr schon im Vorfeld seht, welcher Mensch sich da hinter den Fotos verbirgt?
Wenn ihr diesen Menschen schon vorher – zumindest virtuell, vielleicht aber sogar durch persönliche Telefonate o.ä. – ein bisschen kennenlernt?

 

Wenn ihr für mich entscheidet, eure Tiere ins rechte Licht zu setzen, dann fühle ich mich geehrt.
Ihr mögt meine Bilder – und ich scheine doch schon sympathisch genug herüberzukommen, dass ihr Kontakt zu mir aufnehmt.

Mir persönlich würde etwas fehlen, wenn ihr mich „anonym“ bucht.
Euch nicht?

 

 

 

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