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Nadine Golomb

Einfach edel – Pferde vor schwarzem Hintergrund

Ich neige gerne dazu, dieses Motiv immer wieder aus den Augen zu verlieren – außer in zwei Situationen:
1) Die Situation (Licht, Örtlichkeit, Gesundheitszustand des Tieres, …) lässt einfach kaum anderen Bilder zu
2) Ich werde gefragt: Wie geht das mit dem schwarzen Hiintergrund eigentlich?
Zu Punkt 1 komme ich ein anderes Mal. Jetzt möchte ich mal auf Punkt 2 – das „WIE“ eingehen.

Hängt man einen schwarzen Hintergrund auf?
Nein – das ist gar nicht nötig.
Das Schwarz im Hintergrund ist eigentlich einfach nur ein Bereich, in den kein Licht fällt. Wo Pferde untergebracht sind ist das meistens eine Stallgasse, eine Scheune oder ähnliches.
Wichtig ist, dass es draußen wesentlich heller ist als in dieser Stallgasse, Scheune usw.
Gut ist es auch, wenn sich darin keine hellen, reflektierenden Gegenstände befinden.

Tipp: Wenn ihr etwas extrem störendes (refelektierendes) im Hintergrund stehen habt, dass ihr nicht weggnehmen könnt – legt einfach eine dunkle Abschwitzdecke oder Ähnliches drüber!
Ich hatte mal einen antiken Traktor im Hintergrund, dessen Scheinwerfe das Licht reflektiert haben und immer helle Flecken in meinen Hintergrund geworfen haben. Da habe ich einfach eine Decke drüber gelegt 🙂

Das Licht – also die Sonne – scheint idealerweise auf die Tür bzw. den Durchgang, in den ich mein Model stelle.
Und hier wird es natürlich schon ein bisschen tricky:
Ich brauche Licht, das auf mein Model fällt. Aber es darf auch nicht zuviel Licht einfallen, damit mein Schwarz nicht hell wird.
Der Durchgang darf also gern eine nicht zu breite Tür sein.
Genau sagen, wie breit diese sein darf kann man nicht – denn das ist natürlich auch davon abhängig, wieviel Licht in den Raum hinter dieser Tür fällt.
Das wiederum ist von dem Raum selbst abhängig: Gibt es Fenster?
Und: Wieviel Licht habe ich überhaupt? Sonne? Oder bewölkten Himmel?

Daher kann ich auch keine pauschale Antwort zu den Einstellungen geben.
Nur soviel: „Pferdeübliche“ Brennweite von 150 – 200 mm, um Verzerrungen in der Perspektive zu vermeiden (es sei denn, ihr wollt diese – dann darf es auch gerne mal ein Weitwinkel sein :))
Dann: Massiv unterbelichten! Die Kamera würde wesentlich heller belichten wollen (also Blende weiter auf oder Belichtungszeit länger). Aber das wollt ihr nicht. Jedenfalls nicht, wenn der Hintergrund wirklich schwarz sein soll.
Also sagt ihr: Liebe Kamera, ich weiß du meinst, es ist zu dunkel. Aber das soll so 🙂

Was auch noch wichtig ist: Die Positionierung des Pferdes.
Ich lasse sie meist mit der Brust auf höhe des Türrahmens stehen – und korrieriere je nach Größe und Licht nach hinten oder nach vor. Davon mal abgesehen, dass eh nicht jedes Pferd zentimetergenau stehen bleibt.

Dann: Fotografieren und kontrollieren. Wohl dem, der weiß, ob seine Displayhelligkeit stimmt 😉

Der Pferdehalter (im wahrsten Sinne des Wortes) kann ürigens direkt innen oder außen an der Tür stehen – je nachdem, bei welcher Methode das Pferd bessers stehen bleibt.
Das Pferd ganz frei stehen lassen zu können ist natürlich toll! Aber biite: Safety first und im zweifel lieber am durchhängenden Zügel bzw. Strick.
Der lässt sich dann auch meist prima am PC entfernen.

Es ist möglich, diese Fotos out of cam „fertig“ zu bekommen.
Ich bearbeite sie nach. Und wenn ich nur Staub entferne. Oder Fliegen.
Oft gebe ich aber noch etwas Kontrast dazu und kümmere mich darum, dass auch wirklich nichts durch den Hintergrund schimmert.

Übrigens:
Mit Hunden klappt es auch 🙂

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