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Nadine Golomb

Chin-Chin, der von draußen kam …

Mitte Mai 2014 erreichte mich vom Tierschutzverein in Dorsten ein Hilferuf, der mit den Worten “Sie haben doch Chinchillas, oder?” begann.
Im Laufe des Gesprächs erfuhr ich, dass ein ziemlich verwahrlostes Chinchilla draußen aufgegriffen wurde. Das Knäuel sei dort wohl schon seit mindestens zwei Wochen herumgehüpft und habe sich nicht einfangen lassen.

Chinchillas bevorzugen trockenes Futter – Gras und Frischobst, wie man Sie z.B. Meerschweinchen geben kann, vertragen sie nicht. Daher war es doch schon sehr erstaunlich, dass der kleine Kerl so lange draußen überlebt hat.

Zum Glück fanden sich Tierfreunde, die den Kleinen schließlich einfangen konnten und Kontakt mit dem Tierschutz aufgenommen haben. Mit viel Einsatz gelangten er und ein provisorischer Ausweichkäfig schließlich zu mir.

So sah er am ersten Abend aus:

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340 Gramm, nur Fell und Knochen – einfach ein Häufchen Elend (Handyfoto)

Und ganz ehrlich: Ich habe fast nicht daran geglaubt, dass er es schafft.
Ich bin zwar kein Chinchilla-Experte, verfüge doch durch mehrere Jahre mit meinen Chinchillas (inkl. einer Geburt ;)) doch über einiges Erfahrung.
Aber der Kleine, der bereits “Chin-Chin” genannt wurde, war in einem sehr schlechten Zustand. Er hatte Durchfall und sein Gewicht lag bei 340 Gramm. Normal bei seiner Größe sind etwa das Doppelte.
Aber Hoffnung aufgeben zählt nicht – drum habe ich um das Leben des kleinen Knäuels gekämpft.
Elektrolythe, Vitamine und energiereiches Futter standen nun auf dem Plan.
Eine tierärtzliche Untersuchung zeigte, dass er zum Glück keine Parasiten hatte.
Um besser erkennen zu können, ob der Durchfall nachlässt und ihn vor Krankheiten zu schützen, säuberte ich sein Fell.
Das Einwickeln ins Handtuch und einfach Kuscheln hat er – glaube ich – gar nicht mal so übel gefunden.

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Die Lebensgeister erwachen wieder – Liebe und Fürsorge kann viel bewirken (Handyfoto)

Und der Kleine kämpfte wie ein Löwe!
War am Anfang bei jedem Gang zum Käfig die Angst da, er könnte es doch nicht geschafft haben, wurde ich von Tag zu Tag zuversichtlicher!

Nach ca. 3 Wochen fotografierte ich ihn das erste Mal unter besseren Bedingungen, während er durchs Studio hoppelte.

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Er hat es geschafft!

Da eine weitere tierärztliche Untersuchung ergab, dass es sich bei Chin-Chin um ein kastriertes Böckchen handelt, sprach nichts dagegen ihn mit mit meiner kleinen Chinchilladame Pepples zu vergesellschaften. Ja – in dem Moment hatte ich mich dann endgültig als klassischer Pflegestellenversager erwiesen :D

Ich bestellte also einen neuen Käfig, damit meine Nala und ihr Partner Knopf ihre (damals ungeplante …) Tochter Pepples ziehen lassen konnten – und stressfreier zu zweit leben konnten.

Als der neue Käfig endlich kam, glückte die Vergesellschaftung auch recht gut – Chin-Chin und Pepples sind ein Team geworden :)

Und so sieht der kleine Mann heute aus:

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