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Nadine Golomb

Auf die Tiere achten … Tier-Fotoshooting im Sinne des Models

Heute möchte ich mal wieder ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
Ihr wisst, dass mir soetwas immer wichtig ist – denn ich möchte nicht nur, dass ihr allein die Ergebnisse eines Shootings seht (also die Bilder), sondern auch einen Einblick erhaltet, auf was es mir während des Fotoshootings ankommt.

Heute möchte ich mal darauf eingehen, wie ich damit umgehe, dass sich das tierische Model vor der Kamera möglichst wohlfühlt.
Tiere können – im Gegensatz zu Menschen – nicht mit Worten sagen:
„Lass uns eine Pause machen – es ist anstrengend.“ Oder „Davor habe ich gerade Angst. Das ist mir unangenehm.“
Oder auch: „Ich weiß gerade nicht, was ihr von mir wollt.“

Daher ist es umsowichtiger für mich zu erkennen, wo die individuellen Grenzen eines Tieres sind.
Ich lerne ein Tier meist erst unmittelbar vor einem Fotoshooting kennen und bin daher natürlich auf eurer Mitwirken angewiesen.
Das bedeutet: Du als Tierhalter musst mir sagen, wenn es deinem Tier zuviel wird – falls ich es mal nicht sehe.

Natürlich bist du bei einem Fotoshooting auch ein bisschen angespannt und möchtest tolle Bilder deines Tieres haben.
Dafür gehst du vielleicht mit deinem Tier auch etwas weiter, als unter normalen Umständen – das ist auch in Ordnung.
Als Arbeitnehmer machen wir auch mal an einem Tag Überstunden, weil noch etwas fertig werden muss. Oder streichen unsere Wohnung an einem Tag, weil wir fertig werden wollen. Das schadet niemandem, solange man sich danach auch wieder Ruhepausen gönnt.

Übersetzt heißt es für mich: Ein Hund, ein Pferd, darf im Fotoshooting schonmal etwas „belastet“ werden als üblich.
Aber – und das ist immens wichtig: Niemals über eine bestimmte Grenze hinaus! Es darf keine ÜBERlastung werden.

Es ist also eine kleine Gratwanderung – und daher schaue ich ganz genau hin.
Ich bin selbst natürlich auf meine Technik konzentriert. Darauf, dass das licht passt, ich aus der richtigen Perspektive mit den richtigen Einstellungen fotografiere.

Aber ein Teil meiner Konzentration ist immer auf dem Wohlbfinden eures Vierbeiners – denn das möchte ich euch nicht allein überlassen.
Schließlich habet ihr mit dem Fotoshooting auch „gut zu tun“.

Ich stimme mich daher während des Shootings immer wieder mit euch ab:
„Ist das noch okay für ihn (oder sie)?“ Kann er / sie sich noch konzentrieren?“ „Sollen wir lieber eine Pause machen?“

Manchmal passiert auch folgendes:
Ich habe eine Idee für ein Foto und bitte euch, euren Hund an eine bestimmte Stelle zu setzen. Ich bin dabei meist knapp 10 Meter entfernt und ihr positioniert euren Hund. Nun kann es passieren, dass euer Hund einfach nicht „versteht“ was das gerade soll.
Hier braucht es Fingerspitzengefühl. Ich sehe aus der Entfernung manchmal besser, dass etwas nicht klappt als du als Tierhalter, der einfach zu dicht dran ist und sich darauf konzentriert, den Hund zu platzieren.
Hier breche ich die Idee dann einfach ab – mit den Worten: „Dein Hund weiß gerade nicht, was wir von ihm wollen. Komm – wir probieren es anders.“

Vor ein paar Tagen war ich einem Mensch-Hund-Team unterwegs, die sich sehr gut kennen und einschätzen können.
Claudia Eret (Ernährungs- und Diabetesberaterin für Hunde und Katzen) und ihre Hündin Joy.

Claudia hat mir erlaubt, die Bilder für diesen Beitrag zu verwenden.

Mit Absicht habe ich auch ein paar Outtakes aufgenommen – die Bilder habe ich für euch jeweils mal mit ein paar Worten erklärt.

Joy ist eine quirlige, temperamentvolle Beagle-Mix-Dame und auch eine sehr gute Freundin meines Cap. Die beiden passen charakterlich einfach toll zusammen und spielen, dass es die pure Freude ist, zuzuschauen. Wenn Cap im Spiel mal dackeltypisch „Hackengas“ gibt, weil in der Ferne ja etwas Spannenderes sein könnte, schneidet sie ihm den Weg ab und holt ihn zurück – einfach nur genial.

Claudia wollte gerne Wasserbilder, weil Joy nicht nur ihren Ball liebt, sondern auch das Wasser.
Also fuhren wir an eine Wasserstelle. Claudia sagte mir schon, dass Joy nur ins Wasser geht, wenn es nicht zu kalt ist.

An diesem Augusttag war es zwar warm – aber das Wasser war recht frisch. Mit Ball fand Joy es  „okay“ und ging ins Wasser.
Da es aber nur „okay“ war, haben wir die Sprünge ins Wasser arg begrenzt und stattdessen noch Bilder auf der Brücke gemacht.
Aber schaut selbst:

Claudia Eret bringt berufsbedingt natürlich viel Einfühlungsvermögen für die Tiere mit – besucht doch mal ihre Seite, wenn ihr mögt:
www.claudiaeret.de

 

Wenn du mit deinem Vierbeiner zu mir zum Fotoshooting kommst (oder ich zu euch), dann achten alle Beteilgten also stets darauf, dass es ihm und dir stets gut geht! Also hab keine scheu, dass so ein Shooting stressig sein könnte.
Es ist eher ein Abenteuer – aber immer wieder schön und vor allem tiergerecht!

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1 Kommentar

  1. Claudia Eret

    Das Foto-Shooting hat mit Nadine Golomb sehr viel Spaß gemacht 🙂
    Ich glaube, das sieht man Joy und mir auch an!
    Wir haben schon öfters mit Nadine zusammen gearbeitet und das nächste Foto-Shooting ist auch schon geplant.

Kommentare sind geschlossen.